Studiengänge Astronomie

Astronomie beschäftigt sich als Wissenschaft mit der Beobachtung des Sternenhimmels. Mittels naturwissenschaftlicher Methoden werden die Eigenschaften der Himmelskörper sowie aller im Weltraum befindlichen Materie und die vorhandene Strahlung untersucht, beschrieben und zum Verständnis der Funktionsweisen des Universums und seiner historischen Komponente herangezogen. Als Hobby ist Astronomie weit verbreitet, und an einigen Schulen wird das Fach unterrichtet.

Die Geschichte der Astronomie reicht weit zurück und liegt vermutlich in einer frühen Verehrung von Himmelsphänomenen im Rahmen der Religionen. Aus dem Alten Ägypten sind entsprechende Abbildungen und Texte bekannt, die den Weg der Himmelskörper beschreiben, Erklärungen für Naturkatastrophen und rätselhafte Erscheinungen bieten und die Götter mit Himmelskörpern assoziieren. Instrumente zur Beobachtung der Gestirne wurden bereits vor über 400 Jahren erdacht und werden seither beständig weiterentwickelt. Die Astronomie ist eng mit Physik und Mathematik verbunden, weswegen ein Studium der Astronomie an den meisten Universitäten nicht angeboten wird. Astronomie wird als Teilgebiet der Physik gelehrt und stellt eine Spezialisierung des Physikstudiums dar.

An der Universität Würzburg wird beispielsweise ein Astronomiestudium im Rahmen des Studienganges Physik angeboten, die Regelstudienzeit beträgt 10 Semester. An der Universität Tübingen dagegen wird Astronomie nur als Erweiterungsstudium der Physik angeboten und ist auf 4 Semester angelegt. In Heidelberg dagegen stellt Astronomie einen eigenen Studiengang, die Universität ist eines der wenigen Zentren astronomischer Forschung und Lehre in Deutschland. Die Max-Planck-Institute für Astronomie und Kernphysik in Heidelberg bieten eine entsprechende Vielfalt an Kursen an. Allerdings ist im Rahmen des Bachelor-Master-Systems eine Vermischung mit dem Physikstudium unvermeidlich gewesen, denn physikalische Grundkenntnisse sind für ein Verständnis der Astronomie unabdingbar. Neben Astrophysik sind auch Strahlungstheorie, Hydrodynamik, Plasmaphysik und Stellardynamik Bestandteile des Studiengangs.

Die den Universitäten angegliederten Forschungseinrichtungen sind ebenso mögliche Arbeitgeber für studierte Astronomen wie Sternwarten und private Forschungseinrichtungen. Mit einer entsprechenden Lehramtsprüfung dürfen Absolventen Astronomie an staatlichen wie auch privaten Schulen unterrichten, und zumindest in den zahlreichen Museen mit Themenräumen zu Kosmos, Altem Ägypten und Geschichte der Raumfahrt bieten sich zahlreiche Tätigkeitsfelder.